Auftauchen – wo Glaube Wellen schlägt
Bericht vom Landesjugendcamp 2026 in Verden
Wind, Regen, Matsch – und trotzdem jede Menge gute Laune. Noch bevor das Landesjugendcamp überhaupt gestartet war, wurde in Verden schon ordentlich angepackt. Zelte und Pavillons mussten stehen, Material geschleppt, Strom verlegt und die letzten Vorbereitungen getroffen werden. Und das alles bei ziemlich wechselhaftem Wetter – von ehrenamtlichen Helfer:innen, die sich davon nicht so schnell unterkriegen ließen. Denn schnell wurde klar: Das Camp beginnt nicht erst mit der offiziellen Eröffnung. Es beginnt schon beim gemeinsamen Aufbau. Zwischen Kabelrollen, Kisten und Pavillons wurde gelacht, angepackt, improvisiert und zwischendurch natürlich auch gemeinsam gegessen. Aus vielen einzelnen Handgriffen entstand nach und nach der Ort, an dem wenige Tage später tausende Jugendliche gemeinsam feiern, diskutieren, glauben und auftauchen würden.
Unter dem Motto „Auftauchen – wo Glaube Wellen schlägt“ kamen vom 11. bis 14. Juni 2026 Jugendliche und junge Erwachsene auf dem Gelände des Evangelischen Jugendhofs Sachsenhain in Verden zusammen. Auch aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig waren zahlreiche Jugendliche, Ehrenamtliche und Hauptamtliche mit dabei. Und langweilig wurde es definitiv nicht. Das Programm war so vielfältig wie die Menschen, die zum Camp gekommen waren: In Workshops, Gottesdiensten, Andachten, Gesprächsrunden und zahlreichen Mitmachangeboten war für ganz unterschiedliche Interessen etwas dabei. Ob beim Techno-Gottesdienst, im Klettergarten, im Bastelzelt oder einfach beim gemeinsamen Chillen und Quatschen – überall gab es Möglichkeiten, Neues auszuprobieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Dabei wurde das Motto „Auftauchen“ auf ganz unterschiedliche Weise lebendig. Es ging darum, sichtbar zu werden, sich einzumischen, Fragen zu stellen und den eigenen Glauben zu entdecken. Aber auch darum, einfach man selbst zu sein und mit anderen gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Besonders war dabei die Gemeinschaft. Menschen, die sich wenige Stunden zuvor noch völlig unbekannt waren, standen plötzlich gemeinsam vor der Bühne, saßen bei einer Andacht nebeneinander, holten sich zusammen ein Slush Ice im Food Court oder halfen sich beim Auf- und Abbau. Neue Freundschaften entstanden, alte wurden wiederbelebt und überall begegneten sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten.
Auch die Jugendlichen aus der Landeskirche Braunschweig waren mittendrin statt nur dabei. Sie brachten ihre eigenen Ideen, Erfahrungen und Perspektiven mit und wurden Teil dieser großen Gemeinschaft. Für ein paar Tage spielten die Grenzen zwischen einzelnen Kirchenkreisen und
Landeskirchen kaum eine Rolle. Was zählte, war das gemeinsame Erleben. Und vielleicht passte gerade das wechselhafte Wetter am Anfang ziemlich gut zum Motto des Camps. Beim Aufbau konnte niemand beeinflussen, ob gerade die Sonne schien oder der nächste Regenschauer kam. Aber gemeinsam konnte man entscheiden, was man daraus macht. Anpacken, weitermachen und das Beste daraus machen – genau das wurde schon vor dem offiziellen Start des Camps gelebt.
Vier Tage lang wurde in Verden gelacht, gesungen, bei der Disco getanzt, diskutiert, gebetet und ausprobiert. Und am Ende bleibt mehr als nur die Erinnerung an ein paar schöne Tage: die Erfahrung, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein und den eigenen Glauben gemeinsam mit
anderen sichtbar werden zu lassen.
Denn Glaube kann Wellen schlagen. Manchmal braucht es dafür nicht mehr als viele Menschen, die gemeinsam anpacken und den Mut haben, aufzutauchen.
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Bericht von Ylvy, einer Teilnehmenden auf dem LaJuCamp 2026